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Kategorie: TuSpo

Frankfurter IronMan am 30. Juni 2019


Mit am Start ist Patrick Droß aus Holzhausen im Altersklassen-Starterfeld.


Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

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Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Frankfurter Ironman am 30. Juni 2019

Sonntag, 30.06.2019: der Juni erhält in Frankfurt einen Wetterabschluss mit 39 Grad und strahlendem Sonnenschein; von der reinen Temperatur ein denkbar unpassendes Wetter, um an dem Tag überhaupt Sport zu treiben.

Doch ein Termin für ein Sport-Event nimmt da keine Rücksicht. So war für den Tag in Frankfurt der IRONMAN European Championship angesagt. Im Vorjahr erreichte Patrick Droß bei seiner ersten Teilnahme mit einer Gesamtzeit von 10:13:02 Stunden die Ziellinie am Frankfurter Römer.

Schon beim Schwimmen ist der Start in den üblichen Neopren-Anzügen aufgrund der extrem warmen Bedingungen verboten, um eine dadurch mögliche Überhitzung des Körpers zu vermeiden.

Um 06:25 Uhr gehen die Profis um die deutschen Teilnehmer wie Vorjahressieger Jan Frodeno sowie den Sieger des IRONMAN 2018 auf Hawaii und somit Weltmeister, Patrick Lange, am Langener Waldsee an den Start zur Schwimmstrecke über 3,8km.

Um 06:45 Uhr startet Patrick Droß aus Holzhausen im Altersklassen-Starterfeld und krault sich durch den Schwimmwettbewerb.

Nach dem Vorjahresergebnis ist Patricks Ziel, die 10:00-Stunden-Marke zu durchbrechen. Die Ergebnisse in der Vorbereitung, in der er auf der sogenannten Mitteldistanz in Ingolstadt einen bemerkenswerten 30. Platz unter allen Teilnehmern erreichte, lassen das Beste hoffen. Die dortigen 1,9 km Schwimmen, 86,3 km Radfahren und 20,2 km Laufen beendete Patrick in bemerkenswerten 4:18:09 Stunden. Mit dem Ergebnis konnte der IRONMAN in Frankfurt kommen.

Nach der Schwimmdistanz ist Patrick auf Kurs; unter den Bedingungen nur 4 Minuten langsamer als 2018 steigt er nach 01:12 Stunde als 518. aus dem Waldsee und geht auf die Radstrecke. Die Strecke führt zunächst über die B44 und B43 an der Commerzbank-Arena vorbei quer durch Frankfurt gegen den Uhrzeigersinn nach Maintal über Niederdorfelden, Schöneck bis nach Friedberg, um in der dortigen Innenstadt die Wende nach Frankfurt zu nehmen. Diese führt über Rosbach v.d. Höhe und Bad Vilbel zurück nach Frankfurt, um diese Runde erneut zu nehmen und noch einmal bis nach Friedberg zu fahren. Zurück in Frankfurt kommt es am Mainkai dann zur zweiten Wechselzone, bevor es auf den abschließenden Marathon geht.

Auf der Radstrecke läuft es am Anfang sehr gut; Patrick kann auf verschiedenen Teilstrecken persönliche Bestzeiten fahren und erreicht starke Geschwindigkeiten von stellenweise konstant 40 km/h im Schnitt. Bei etwa Kilometer 140/150 macht sich aber leider das Wetter so langsam bemerkbar. Die Kräfte lassen nach - kein Wunder nach dieser körperlichen Anstrengung bei diesen äußerlichen Gegebenheiten um die Mittagszeit.

Trotzdem kommt Patrick nach dem zweiten Umlauf der Strecke nach 05:15:24 Stunden, fast 1.400 Höhenmetern und einer dabei immer noch sehr starken Durchschnittsgeschwindigkeit von 34,29 km/h als 206. Teilnehmer in die Wechselzone. Wie stark die Fahrt war, macht schon die Verbesserung der Platzierung um über 300 Positionen deutlich. Außerdem noch zum Vergleich: noch 3 Wochen zuvor fuhr Patrick die etwa gleiche Distanz mit den etwa gleichen Höhenmetern als Trainingseinheit (Herborn, Aßlar, Gießen, Bad Nauheim, Waldsolms, Braunfels) in knapp 33km/h in fast 5:30 Stunden.

Als die Sonne dann ihre stärkste Kraft entwickelt und die Temperaturen fast 40 Grad über Frankfurt erreichen, startet Patrick um 13:24 Uhr auf die erste von vier Runden der Strecke am nördlichen und südlichen Mainufer. Die Strecke quert den Main im Westen über die Friedens- und östlich über die Flößerbrücke. Die Strecke wurde dem Wetter geschuldet noch teilweise versetzt zum Ufer geführt, um die Läufer wenigstens kurz durch den Schatten zu führen.

Nimmt man als Zuschauer den Eisernen Steg, ermöglicht das, Patrick auf beiden Seiten des Mains bis zu 8x lautstark anzufeuern, was ein Teil der unterstützenden Anhänger auch macht. Patricks Support in Frankfurt zählte erneut etwa 20 Personen aus Familie und Freunden. Dabei sollte keinem entgangen sein, dass dieser Marathon trotz allem Training der Vormonate äußerst schwer fällt. „Mehr geht nicht“ keucht er den Anhängern entgegen. Mehr muss aber auch gar nicht mehr gehen. An dem Tag kann es nur noch darum gehen, voller Stolz ins Ziel zu kommen und ein IRONMAN zu sein.

Etwa 5 Minuten vor der Vorjahreszeit nach dem Radfahren war bei den Bedingungen ein guter Zwischenstand, und eine Marathonzeit noch einmal etwa 10 Minuten schneller wäre die Chance auf unter 10:00 Stunden gewesen.

Damit wäre eine Zielzeit von etwa 3:15 Stunden erforderlich gewesen. Patrick startet mit einem Schnitt von knapp 5:00 min/km, mal knapp drüber, öfter auch knapp drunter. Ab km 20 fällt der Schnitt auf 6:00 ab, von Kilometer 26-36 zieht Patrick noch einmal auf 5:30 an, erreicht dann wieder langsamer die Abbiegung auf die Zielgerade auf den Römer.

Doch bei den Ausfällen, die dieser Wettkampf fordert, bleibt es immer noch eine wahnsinnig gute Leistung, sich als Nicht-Profi auf dem 247. Platz von 2.748 Finishern wiederzufinden.

Die gesamte Anhängerschaft des Holzhäuser IRONMAN feuert Patrick auf den letzten Metern an, mit letzter Kraft zieht er sich noch an der Zuschauertribüne hoch zu seiner Frau Laura, um Sie zu küssen. Wenige Sekunden später im Ziel bricht er vollkommen entkräftet zusammen und wird im direkten Anschluss ins Zelt des DRK zur Erholung gebracht. Aber hier sieht sich Patrick in guter Gesellschaft vieler anderer. Diese Anstrengung geht an keinem spurlos vorüber.

Auch nicht an Sebastian Kienle, der hinter Gewinner Jan Frodeno (Zielzeit 07:56:02 Stunden) mit genau 2 Sekunden die magischen 8 Stunden überschreitet und sich im Ziel kopfüber in der Eistonne abkühlt. Tragischster Moment sicherlich der Zusammenbruch der bei den Damen führenden Sarah True, die weniger als 1 km vor dem Ziel mit über5 Minuten Vorsprung von Ärzten aus dem Wettkampf genommen werden muss.

Wir wünschen Patrick Droß alles Gute für weitere Wettkämpfe! Bleib verletzungsfrei und motiviert und greif es wieder an!!!

(Andreas Pfeiffer)



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